Skip to main content

Fach­planer Rückbau für das Entsorgungs­konzept

Mit der seit Anfang 2016 in Kraft getretenen Abfallverordnung (Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen, VVEA) müssen im Rahmen des Baubewilligungsgesuchs Angaben über die Art, Qualität und Menge der anfallenden Abfälle und über die vorgesehene Entsorgung erbracht werden – das sogenannte Entsorgungskonzept.


Ihre Ansprechpersonen

Christian Gurtner


Doku­ment­ieren von Art, Qualität und Menge von Bau­abfällen

Das Vorgehen im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ist unterschiedlich. Mit einem Entsorgungskonzept muss dokumentiert werden, welche Arten, Qualitäten und Mengen von Bauabfällen zu erwarten sind. Falls die Baute oder Anlage vor 1991 erstellt wurde, sind hierfür Schad­stoff­unter­suchungen der Gebäudesubstanz erforderlich. In besonderen Fällen werden die Entsorgungskonzepte von befugten Fachpersonen aus dem Fachbereich Rück- und Umbau geprüft.

Entsorgen der Schadstoffe

Ist die Baubewilligung erteilt, müssen die Schadstoffe im Zuge der Bauarbeiten gemäss Entsorgungskonzept entfernt und entsorgt werden. Nach Ende der Bauarbeiten hat die Bauherrschaft nachzuweisen, dass die belasteten Bauabfälle fachgerecht ausgebaut und umweltgerecht entsorgt wurden.

Belastete Baumaterialien müssen fachgerecht entsorgt werden.

Unsere Zielsetzungen sind

Wir richten uns an

  • Architekten, Planer, Generalunternehmer
  • Bauherrschaften, die eine effiziente und fachgerechte Entsorgung anstreben

Unsere Leistungen beinhalten

  • Gebäudediagnostik (Schadstoffe, wie Asbest, PCB, etc.)
  • Altlasten im Untergrund
  • Bodenschutz und -verwertung
  • Erstellen Leistungsverzeichnisse 
  • Submissions- und Offerteinholung bzw.-auswertungen
  • Fachbauleitung mit Entsorgungsnachweis und Schlussdokumentation
  • Kostenermittlung

Häufige Fragen zum Entsorgungs­konzept

Was unterscheidet ein Entsorgungskonzept von einem Rückbaukonzept?

Ein Entsorgungskonzept regelt die Trennung, Deklaration und Entsorgungswege der anfallenden Materialien.

Ein Rückbaukonzept beschreibt hingegen die technische Vorgehensweise beim Abbruch oder Teilrückbau eines Gebäudes.

In der Praxis greifen beide Konzepte ineinander, insbesondere bei grösseren Projekten oder Arealentwicklungen.

Welche Rolle spielt das Entsorgungskonzept im Baugesuch?

Bei bewilligungspflichtigen Bau- oder Rückbauprojekten verlangen viele Kantone ein Entsorgungskonzept als Bestandteil der Baugesuchsunterlagen.

Es zeigt auf, wie Bauabfälle gemäss VVEA getrennt, verwertet oder entsorgt werden.

Die frühzeitige Erstellung erleichtert die Behördenprüfung und verhindert Verzögerungen.

Wie werden Bauabfälle im Entsorgungs­konzept mengen­mässig erfasst?

Die Mengen werden auf Basis der bestehenden Bausubstanz, der Baupläne oder einer vorgängigen Schadstoff­untersuchung abgeschätzt.

Dabei werden Materialarten getrennt ausgewiesen, beispielsweise:

  • mineralische Fraktionen
  • Asphalt
  • Holz
  • Metalle
  • belastete Materialien

Die Mengen­schätzung dient als Grundlage für Logistik- und Kostenplanung.

Welche Bedeutung hat die VVEA für Bauprojekte?

Die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) verpflichtet zur getrennten Erfassung und möglichst hochwertigen Verwertung von Bauabfällen.

Sie fördert die Kreislaufwirtschaft und reduziert Deponiemengen.

Ein Entsorgungskonzept stellt sicher, dass diese Vorgaben im Projekt umgesetzt werden.

Wann ist ein projekt­spezifisches Entsorgungs­konzept besonders sinnvoll?

Ein projektspezifisches Entsorgungskonzept ist insbesondere sinnvoll bei:

  • grösseren Rückbauvorhaben
  • komplexen Materialstrukturen
  • Altlasten- oder Schadstoffvorkommen
  • öffentlichen Bauprojekten
  • Arealentwicklungen

Es schafft Transparenz gegenüber Bauherrschaft, Behörden und Bauleitung.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zum Thema Entsorgungskonzept.