Fachplaner Rückbau für das Entsorgungskonzept
Mit der seit Anfang 2016 in Kraft getretenen Abfallverordnung (Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen, VVEA) müssen im Rahmen des Baubewilligungsgesuchs Angaben über die Art, Qualität und Menge der anfallenden Abfälle und über die vorgesehene Entsorgung erbracht werden – das sogenannte Entsorgungskonzept.
Dokumentieren von Art, Qualität und Menge von Bauabfällen
Das Vorgehen im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ist unterschiedlich. Mit einem Entsorgungskonzept muss dokumentiert werden, welche Arten, Qualitäten und Mengen von Bauabfällen zu erwarten sind. Falls die Baute oder Anlage vor 1991 erstellt wurde, sind hierfür Schadstoffuntersuchungen der Gebäudesubstanz erforderlich. In besonderen Fällen werden die Entsorgungskonzepte von befugten Fachpersonen aus dem Fachbereich Rück- und Umbau geprüft.
Entsorgen der Schadstoffe
Ist die Baubewilligung erteilt, müssen die Schadstoffe im Zuge der Bauarbeiten gemäss Entsorgungskonzept entfernt und entsorgt werden. Nach Ende der Bauarbeiten hat die Bauherrschaft nachzuweisen, dass die belasteten Bauabfälle fachgerecht ausgebaut und umweltgerecht entsorgt wurden.
Belastete Baumaterialien müssen fachgerecht entsorgt werden.
Unsere Zielsetzungen sind
Wir richten uns an
- Architekten, Planer, Generalunternehmer
- Bauherrschaften, die eine effiziente und fachgerechte Entsorgung anstreben
Unsere Leistungen beinhalten
- Gebäudediagnostik (Schadstoffe, wie Asbest, PCB, etc.)
- Altlasten im Untergrund
- Bodenschutz und -verwertung
- Erstellen Leistungsverzeichnisse
- Submissions- und Offerteinholung bzw.-auswertungen
- Fachbauleitung mit Entsorgungsnachweis und Schlussdokumentation
- Kostenermittlung
Verwandte Leistungen
Häufige Fragen zum Entsorgungskonzept
Was unterscheidet ein Entsorgungskonzept von einem Rückbaukonzept?
Ein Entsorgungskonzept regelt die Trennung, Deklaration und Entsorgungswege der anfallenden Materialien.
Ein Rückbaukonzept beschreibt hingegen die technische Vorgehensweise beim Abbruch oder Teilrückbau eines Gebäudes.
In der Praxis greifen beide Konzepte ineinander, insbesondere bei grösseren Projekten oder Arealentwicklungen.
Welche Rolle spielt das Entsorgungskonzept im Baugesuch?
Bei bewilligungspflichtigen Bau- oder Rückbauprojekten verlangen viele Kantone ein Entsorgungskonzept als Bestandteil der Baugesuchsunterlagen.
Es zeigt auf, wie Bauabfälle gemäss VVEA getrennt, verwertet oder entsorgt werden.
Die frühzeitige Erstellung erleichtert die Behördenprüfung und verhindert Verzögerungen.
Wie werden Bauabfälle im Entsorgungskonzept mengenmässig erfasst?
Die Mengen werden auf Basis der bestehenden Bausubstanz, der Baupläne oder einer vorgängigen Schadstoffuntersuchung abgeschätzt.
Dabei werden Materialarten getrennt ausgewiesen, beispielsweise:
- mineralische Fraktionen
- Asphalt
- Holz
- Metalle
- belastete Materialien
Die Mengenschätzung dient als Grundlage für Logistik- und Kostenplanung.
Welche Bedeutung hat die VVEA für Bauprojekte?
Die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) verpflichtet zur getrennten Erfassung und möglichst hochwertigen Verwertung von Bauabfällen.
Sie fördert die Kreislaufwirtschaft und reduziert Deponiemengen.
Ein Entsorgungskonzept stellt sicher, dass diese Vorgaben im Projekt umgesetzt werden.
Wann ist ein projektspezifisches Entsorgungskonzept besonders sinnvoll?
Ein projektspezifisches Entsorgungskonzept ist insbesondere sinnvoll bei:
- grösseren Rückbauvorhaben
- komplexen Materialstrukturen
- Altlasten- oder Schadstoffvorkommen
- öffentlichen Bauprojekten
- Arealentwicklungen
Es schafft Transparenz gegenüber Bauherrschaft, Behörden und Bauleitung.
Erfolgreich umgesetzte Projekte im Bereich Altlasten, Abfall & Recycling
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Gerne beraten wir Sie bei Fragen zum Thema Entsorgungskonzept.