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Asbest Luftmessung nach VDI-Norm 3492

Werden durch eine Gebäudes­chad­stoff­unter­suchung asbest- oder andere schad­stoff­haltige Bauteile identifiziert, müssen diese gesetzes­konform ausgebaut werden (Asbestsanierung). Dabei müssen während der Bauphase besondere Schutzvorkehrungen für Mensch und Umwelt getroffen werden.


Ihre Ansprechpersonen

Christian Gurtner


Bestimmen der Konzentration von Asbestfasern in der Luft

Vor allem nach Sanierungsmassnahmen in Häusern mit Asbestvorkommen oder bei Verdacht auf asbesthaltige Bauteile ist eine Asbest-Luftmessung unverzichtbar. Die Messungen helfen, die Konzentration von Asbestfasern in der Luft zu bestimmen. Dieses Vorgehen gewährleistet die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Einhaltung von Sicherheitsstandards.

Ein Projekt der IPSO ECO AG

Überschreiten der Grenzwerte

Anders als beispielsweise in der Westschweiz misst man in der Deutschschweiz nur dann, wenn bei Sanierungen schwach gebundene Materialien entfernt werden: Leichtbauplatten, Asbest-Pappe wie etwa unter Elektro-Tableau oder Faserzement-Elemente. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass selbst bei kleinen Arbeiten in Innenräumen älterer Gebäude der Grenzwert rasch überschritten wird.

Im Zweifelsfall messen

Es lässt sich oft nicht vollends ausschliessen, dass infolge Versehen, Nachlässigkeit, Missverständnis oder technischer Schwierigkeiten, Reste asbesthaltiger Materialien nach Sanierungsarbeiten zurückbleiben oder bei Arbeitsbeginn nicht richtig festgestellt werden. Um erhebliche gesundheitliche Risiken zu minimieren, ist auch im Zweifelsfall eine Messung vorzunehmen.

Verdacht auf Asbestfaser-Freisetzung?

Zur Planung weiterer Schritte empfiehlt sich im Zweifelsfall eine Luftmessung. Wir führen diese gemäss VDI-Norm 3492 durch.

Unverbindlich anfragen

Verschiedene Messarten

Mit unseren Spezialgeräten ermitteln wir die Konzentration von lungengängigen Fasern (LAF) im Raum. Hierfür wird ein festgelegtes Volumen an Luft angesogen und über einen Kernporenfilter geleitet. Dieser Filter wird anschliessend im Rasterelektronenmikroskop untersucht. Die gemessene Konzentration (LAF/m3) zeigt, ob eine erhöhte Gefährdung vorliegt und Massnahmen getroffen werden müssen. Die Umstände und Verhältnisse vor Ort bestimmen, welche Messarten zum Einsatz kommen.

Aufnahme Ist-Zustand

Liegen in einem Gebäude asbesthaltige Bauteile frei, liegt möglicherweise bereits eine Kontamination vor. Um einer möglichen Gefährdung vorzubeugen, empfiehlt sich eine Kontrollmessung vor Beginn der Arbeiten.

Messung nach unabsicht­licher Asbest­frei­setzung

Immer wieder kommt es vor, dass asbesthaltige Baustoffe nicht eindeutig identifiziert werden. Oder aber es passiert ein unsachgemässer Eingriff und Fasern werden freigesetzt. Mit einer Kontrollmessung kann die Kontamination und eine mögliche Gefährdung ermittelt werden.

Zonen­frei­messung nach erfolgter Sanierung

Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten sollte vor dem Abbau der Unterdruckzone eine Zonenfreimessung getätigt werden. Sie bestätigt, dass eine hinreichende Zonenreinigung stattgefunden hat. Dies ist dann der Fall, wenn die Faserkonzentration unter dem Maximalwert für Zonenfreigaben (1’000 LAF/m3) liegt.

Kontroll­messung ausser­halb Sanier­ungszone

Nicht selten zeigen sich die Verhältnisse vor Ort anspruchsvoll. Die Zonen gestalten sich komplex oder es entsteht eine undichte Stelle. In solchen Situationen muss kontrolliert werden, ob die Sicherheitsvorgaben im Zonenaufbau eingehalten werden. Das Ziel ist es, auch ausserhalb der Zone eine Gefährdung in jedem Fall zu verhindern.

Unsere Zielsetzungen sind

  • Indentifizieren von Asbestfasern in der Luft
  • Verhindern der Freisetzung von Asbest in die Umwelt

Wir richten uns an

  • Bauherren, Architekten
  • Immobilienbewirtschafter
  • Liegenschaftsverwalter von Gemeinden

Unsere Leistungen beinhalten

  • Kontrollmessungen vor Beginn der Arbeiten
  • Ermittlung der Kontamination der Raumluft und des Gefährdungspotenzials
  • Durchführen von Zonenfreimessungen vor dem Abbau der Unterdruckzone
  • Überprüfen der Sicherheitsvorgaben im Zonenaufbau

Häufige Fragen zur Asbest-Luftmessung

Wann ist eine Asbest-Luftmessung erforderlich?

Eine Asbest-Luftmessung ist insbesondere nach Asbestsanierungen zur Freigabe von Räumen (Zonenfreimessung), bei Verdacht auf eine Faserfreisetzung sowie zur Kontrolle während laufender Arbeiten angezeigt.

Sie dient der Bestimmung der Konzentration lungengängiger Asbestfasern (LAF) in der Raumluft und der Beurteilung möglicher Gesundheitsrisiken.

Typische Anlässe für eine Luftmessung sind:

  • Freimessung nach Sanierung
    Nach Abschluss von Sanierungs- oder Rückbauarbeiten an asbesthaltigen Materialien wird vor dem Rückbau der Unterdruckzone eine Zonenfreimessung durchgeführt. Erst wenn der Richtwert für die Zonenfreigabe (1’000 LAF/m³) eingehalten ist, darf die Zone aufgehoben werden.
  • Verdacht auf Asbestfaser-Freisetzung
    Bei beschädigten oder unsachgemäss bearbeiteten asbesthaltigen Materialien – insbesondere bei schwach gebundenen Produkten – ist eine Kontrollmessung angezeigt.
  • Vor oder während Renovationsarbeiten
    Bei Gebäuden mit Baujahr vor 1990 ist vor baulichen Eingriffen eine Schadstoffabklärung erforderlich. In bestimmten Situationen kann zusätzlich eine Luftmessung sinnvoll sein.
  • Kontrolle von Arbeitsplätzen
    Während Sanierungsarbeiten kann eine Messung ausserhalb der Sanierungszone durchgeführt werden, um die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben zu überprüfen.

    Die Probenahme erfolgt in der Regel gemäss VDI-Norm 3492. Dabei wird ein definiertes Luftvolumen über einen Spezialfilter angesogen und anschliessend im Labor analysiert.

Was wird bei einer Asbest-Luftmessung genau gemessen?

Bei einer Asbest-Luftmessung wird die Konzentration lungengängiger Fasern (LAF) in der Raumluft bestimmt. Die Messgrösse wird in Fasern pro Kubikmeter Luft (LAF/m³) angegeben.

Erfasst werden anorganische, lungengängige Fasern, insbesondere Asbestfasern. Die Bestimmung erfolgt in der Regel gemäss VDI-Norm 3492.

Methodik

Für die Probenahme wird während eines definierten Zeitraums ein festgelegtes Luftvolumen angesogen. Die Luft wird über einen Kernporenfilter geleitet, auf dem die Fasern zurückgehalten werden.

Analyse im Labor

Der Filter wird anschliessend im Labor mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) ausgewertet. Dabei werden Anzahl, Art und Dimension der Fasern bestimmt.

Je nach Messart kann die Probenahmedauer mehrere Stunden betragen.

Ziel der Messung

Die Ergebnisse dienen:

  • der Beurteilung einer möglichen Asbestbelastung
  • der Kontrolle nach Sanierungsarbeiten (Zonenfreimessung)
  • der Überprüfung bei Verdacht auf Faserfreisetzung
  • der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Für Zonenfreigaben nach einer Asbestsanierung gilt in der Schweiz ein Richtwert von 1’000 LAF/m³.

Welcher Grenzwert gilt für Asbestfasern in der Luft?

Für Asbestfasern in der Luft gelten je nach Situation unterschiedliche Richt- und Grenzwerte. Dabei wird zwischen Raumluftmessungen nach Sanierungen und der beruflichen Exposition am Arbeitsplatz unterschieden.

Zonenfreigabe nach Asbestsanierung

Für die Aufhebung einer Sanierungszone gilt in der Schweiz ein Richtwert von:

1’000 lungengängige Asbestfasern pro Kubikmeter Luft (1’000 LAF/m³).

Wird dieser Wert unterschritten, kann die Zone freigegeben werden. Liegt die Konzentration darüber, sind weitere Reinigungs- und Kontrollmassnahmen erforderlich.

Arbeitsplatzgrenzwert

Für Tätigkeiten mit Asbest gilt ein Arbeitsplatzgrenzwert MAK-Wert (maximale Arbeitsplatz-Konzentration von:

0,01 Fasern pro Kubikzentimeter (0,01 F/cm³)
Dies entspricht 10’000 Fasern pro Kubikmeter Luft (10’000 F/m³) als zeitgewichteter Mittelwert.

Dieser Grenzwert dient dem Schutz von Mitarbeitenden bei Sanierungs- oder Rückbauarbeiten.
Hintergrundbelastung

Die natürliche Hintergrundbelastung der Aussenluft liegt in der Regel deutlich unterhalb dieser Werte. Raumluftmessungen dienen dazu, festzustellen, ob eine erhöhte Konzentration gegenüber der üblichen Hintergrundbelastung vorliegt.

Die Beurteilung erfolgt gestützt auf die EKAS-Richtlinie 6503 sowie die Vorgaben der Suva. Eine fachgerechte Messung erfolgt in der Regel gemäss VDI-Norm 3492.

Wie lange dauert eine Asbest-Luftmessung?

Die Dauer einer Asbest-Luftmessung hängt von der Messart und dem Ziel der Untersuchung ab.

Messdauer vor Ort

Die Probenahme erfolgt in der Regel über mehrere Stunden. Häufig wird während eines Arbeitstages ein definiertes Luftvolumen angesogen, um eine ausreichende Nachweisgrenze zu erreichen.

Je nach Situation dauert die Messung vor Ort in der Regel zwischen 6 und 8 Stunden.

Während dieser Zeit sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben. Die Nutzung des betroffenen Raumes ist eingeschränkt, um das Messergebnis nicht zu verfälschen.

Laboranalyse

Nach Abschluss der Probenahme wird der Filter im Labor mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) ausgewertet.

Die Auswertung nimmt üblicherweise wenige Stundenin Anspruch. Je nach Auftragslage und Messumfang ist mit einer Bearbeitungszeit von etwa 1 bis 2 Werktagen zu rechnen.

Gesamtdauer

Vom Zeitpunkt der Probenahme bis zum Vorliegen des Prüfberichts ist in der Regel mit wenigen Stunden bis maximal zwei Tagen zu rechnen.

Mit unseren Spezialgeräten ermitteln wir die Konzentration von lungengängigen Fasern (LAF) im Raum. Hierfür wird ein festgelegtes Volumen an Luft angesogen und über einen Kernporenfilter geleitet. Dieser Filter wird anschliessend im Rasterelektronenmikroskop untersucht.

Zeitnahe Auswertung

Die Auswertung der Luftfilter erfolgt unmittelbar nach der Messung in unserem dezentralen Rasterelektronen-Mikroskop in Rothenburg LU, ausgeführt durch ein renomiertes Schweizer Messinstitut (SGS Labtox)

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zum Thema Asbest Luftmessung.